Freiwillige Feuerwehr Richen: Ehrenamt, das zusammenhält
Wenn in Richen die Sirene geht, zählt jede Minute. Die Freiwillige Feuerwehr Richen gehört zu denjenigen Stadtteilvereinen, deren Arbeit man am besten dann bemerkt, wenn man sie gar nicht bemerken möchte: bei einem brennenden Schuppen, einem umgestürzten Baum nach dem Sommersturm oder einem medizinischen Notfall in der Nachbarschaft. Die Kameradinnen und Kameraden rücken aus, wenn andere den Feierabend beginnen.
Mehr als ein Verein im Dorf
Die Feuerwehr in einem Stadtteil wie Richen ist weit mehr als eine Einsatzorganisation. Sie ist Treffpunkt der Generationen, Ausbildungsstätte und Gemeinschaftsprojekt zugleich. Jugendliche lernen hier den Umgang mit Geräten, die Erwachsenen organisieren Übungsabende, die Älteren geben ihre Erfahrung weiter. Das alles passiert ehrenamtlich, nach Feierabend und am Wochenende.
Wer einmal auf einer Übung mitgelaufen ist, sieht schnell, was das bedeutet: Schlauchmaterial rollen, Fahrzeugkunde, Erste Hilfe, Funkdisziplin. Dazu Kameradschaftspflege, weil man sich im Ernstfall blind aufeinander verlassen können muss. Genau diese Mischung macht den Verein für viele attraktiv, die anders vielleicht nicht in einen Verein finden würden.
Warum Nachwuchs immer gebraucht wird
Wie in vielen Freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum ist auch in Richen der Nachwuchs ein Thema. Tagsüber sind viele Aktive auswärts bei der Arbeit, die Altersstruktur verschiebt sich. Wer mitmachen will, muss keine Vorerfahrung mitbringen: Interessierte werden Schritt für Schritt an die Aufgaben herangeführt, von der Grundausbildung bis zur Atemschutztauglichkeit.
Auch wer nicht selbst ausrücken will, kann sich einbringen: als förderndes Mitglied, bei der Jugendfeuerwehr oder bei Veranstaltungen rund um das Dorfleben. Der Verein lebt davon, dass Menschen aus dem Stadtteil sich mit ihm verbunden fühlen.
Feuerwehr als Teil des Stadtteils
Bei Festen, am Kerbsonntag, beim Maibaumaufstellen oder beim Tag der offenen Tür zeigt sich, wie selbstverständlich die Feuerwehr zum Leben in Richen dazugehört. Das Gerätehaus ist Anlaufpunkt, die Fahrzeuge sind den Kindern im Dorf vertraut, die Aktiven begegnen ihren Nachbarinnen und Nachbarn in Uniform wie in Zivil.
Diese Verwurzelung ist es, die den Unterschied macht zwischen einer Feuerwehr, die funktioniert, und einer, die im Alltag wirklich trägt. In Richen funktioniert sie — und sie trägt. Wer den Stadtteil kennt, weiß das.
Foto: Amber Faust auf Unsplash (https://unsplash.com/@amberfaust)
Quellen:
- Foto: Amber Faust auf Unsplash — https://unsplash.com/photos/three-fire-trucks-parked-in-front-of-a-fire-station-q923YtA8OA0
- Stadt Groß-Umstadt, Stadtteile — https://www.stadt-gross-umstadt.de